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Die Geschichte

  • Autorenbild: Henriette Kohn
    Henriette Kohn
  • 20. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. März



Oriette, gegründet von mir, Henriette Kohn, ist der Anfang einer Vision, die ich schon lange in mir trug. Schon als Kleinkind fertigte ich funktionelle Taschen für meine Puppen, in dem ich Papier anmalte, faltete und es rundum mit Tesafilm abklebte, um die Tasche regendicht zu machen. 

Ich bastelte einen Bären aus Papier und zog ihm von mir designte Papierkleidung an. Ich stellte ein Strandoutfit mit Bikini, Tasche, Flipp Flops, Hut und Handtuch, mit Preisen zusammen und würde man alles zusammen kaufen, auch einen Komplettpreis.


Mit 13 Jahren war mir also bewusst: mit Mode werde ich mein Geld verdienen. Doch ich wollte es nie so machen, wie andere zu der Zeit. Ich weiß noch, wie damals erstmals bekannt wurde, wie Fast-Fashion wirklich funktioniert und was für eine Ausbeutung dahintersteht. Mit 15 Jahren begann also erstmals Planungen, wie denn später meine Modemarke aufgebaut werden soll: Ich wollte den Arbeiterinnen in Süd-Ost-Asien einen höheren Lohn bezahlen, damit sie nicht so viel arbeiten müssen. Es sollte eigene Kindergartenplätze in meiner eigenen Fabrik geben, damit die Mütter nicht so weit weg von ihren Kindern sind, dass sie ihre Mittagspausen mit Ihnen verbringen können. Ich wollte dass sie bezahlten Sonderurlaub bekommen, bei Hochzeiten oder einem Todesfall in der Familie. Ich wollte, dass ich mit Ihnen in den Austausch gehe, dass wenn sie Designideen haben zu mir kommen können und wenn ich deren Design gut finde und es sich verkauft, dass sie 10% von dem Gewinn bekommen für ihr eigenes Design.

Für mich war es schon immer wichtig, mit den Personen, die mit mir arbeiten ein Team zu bilden und damals wie heute kann ich nicht nachvollziehen, wie einige vor der Moral die Augen verschließen.

Zwischendurch versuchte ich Designs an der Nähmaschine umzusetzen, aber 3 von 3 Nähmaschinen habe ich kaputt gemacht, weshalb ich dann akzeptierte, dass ich es erst in meiner Ausbildung lernen werde.

Eines Tages, mit 19 Jahren, traf ich mich mit einer sehr spannenden Frau, die als "Übersetzerin" arbeitet. Sie erklärte mir ihr Arbeit wie folgt: Jeder Mensch hat eine riesige Wolke über sich, die alle Informationen über die Person und ihr Leben in sich trägt und sie übersetzt diese Informationen, wodurch sie ihren Kundinnen in verschiedenen Lebensbereichen individuell beraten kann.

In dem Gespräch mit ihr meinte ich: "Ich weiß, dass Mode mein Weg ist, es wird keine herkömmliche Mode sein, aber ich weiß nicht in wie fern sie anders sein wird." Sie antwortete mir: "Was hältst du von Mode, die an die Aura deiner Kundinnen angepasst wird?" - Ich fand die Idee gut, aber ganz das war es dann doch nicht.

Ich machte 3 Jahre lang meine Modedesign-Ausbildung und die Maßschneiderausbildung in Kurzformat, um das Handwerk zu lernen und noch mehr Möglichkeiten in meiner Fertigung zu haben. Ich wurde danach bei einem Namenhaften Fast-Fashion Unternehmen als Schnitttechnikerin angestellt, wo ich dann das volle Ausmaß der Fast-Fashion kennenlernte: Hunderte Muster aus meist Polyester oder Polyester-Gemisch wurden schon vor der eigentlichen Produktion letztendlich für den Müll produziert. Denn entweder haben die Farben von Stoff und Reißverschluss nicht zusammen gepasst, Die Knöpfe waren in der falsche Farbe, die Muster kamen viel zu klein oder zu groß an, weshalb wir sie nicht prüfen konnten - die Liste ist endlos.


Eines Tages erzählte mir meine Beste Freundin, dass sie Burn-Out hat, weshalb ich etwas für sie machte, was ich immer tat, wenn mir meine Freunde erzählten, dass es ihnen psychisch schlecht ging: ein kleines Glas mit 100 Affirmationen mit der Anleitung morgens nach dem Aufstehen eine zu lesen und abends vor dem Einschlafen. Ich liebte schon immer Affirmationen. Sogar schon bevor ich verstand, was Worte in einem bewirken konnten. Ich machte die Gläser für andere, noch während ich depressiv war und das Spannende: Ich habe all meinen Freunden damit helfen können: Die eine hielt sich nicht an meine Anleitung und las immer so viele Affirmationen, bis es ihr besser ging. Der nächste hat sich darüber gefreut jeden Tag etwas nettes zu lesen, wo sein Tag doch sonst so dunkel war und auch meine Beste Freundin hat in einer meiner Affirmationen ihr neues Mantra entdeckt.

Und plötzlich war mein Weg ganz klar vor meinen Augen: Ich möchte Kleidungsstücke in die Welt tragen, die für jeden etwas besonderes sind. Kleidung aus Naturfasern - individualisiert durch eine ganz persönliche Affirmation. Kleidung mit wahrer Bedeutung. Gut für die Umwelt und gut für dich. Kleidung die dich auch energetisch unterstützt, mit modernen Schnitten und viel Liebe. Kleidung, die erst nach Kauf hergestellt wird, die angepasst werden kann. Kleidung, die wirklich Slow Fashion ist und damit High Energy.

Also kündigte ich meinen Job und machte mich auf meinen Weg Oriette ins Leben zu rufen.

 
 
 

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